ITSM, CMDB und ITIL für KMU und Enterprise
ITSM-, CMDB- und ITIL-Engineering aus Schweizer Praxis: iTop seit 2012, iET-ITSM-Engineering bei einer Schweizer Notenbank, Multi-Source-CMDB-Federation, Standard-Request-Katalog.
ITSM, CMDB und ITIL sind in Schweizer KMU oft halbumgesetzt — ein Ticket-System steht, eine Asset-Liste existiert, der Service-Katalog ist halb dokumentiert. Was meist fehlt, ist die Klammer dazwischen: Ein Service-Modell, das Anwender-Anfragen, Konfigurations-Daten und Betriebs-Realität in eine gemeinsame Sicht zusammenführt — sauber, pflegbar, übergebbar. Solvia macht ITSM-Engineering seit 2012 in eigener Praxis auf Combodo iTop. Parallel haben wir über mehrere Jahre an einer Enterprise-iET-ITSM-Plattform bei einer Schweizer Notenbank gearbeitet — mit Multi-Source-CMDB-Federation, ITIL-Prozess-Design und einem Katalog von über 15 custom Standard-Requests. Diese Doppel-Kompetenz auf beiden produktiv relevanten Schweizer ITSM-Plattformen ist im Schweizer Markt selten — wir sind einer der wenigen Schweizer Anbieter mit Tiefe in iTop und iET ITSM (Wendia).
Was wir abdecken
ITSM-Plattform-Implementierung — iTop und iET. Greenfield-Setup einer Helpdesk-Plattform, Migration von Tools wie Jira Service Desk, Zendesk oder Microsoft System Center Service Manager auf iTop, oder Re-Engineering einer bestehenden iTop-Installation. Bei Enterprise-Mandanten mit iET ITSM (Wendia) übernehmen wir Custom-Engineering, Migrations über Plattform-Versionen und mandanten-spezifische Edition-Pflege.
CMDB-Architektur und Multi-Source-Federation. Service-Katalog-Modellierung, Asset-Klassen-Design, Beziehungen zwischen Konfigurations-Elementen, Reconciliation-Strategien. Wir bauen CMDB-Federations aus Quell-Systemen wie LANDesk/Ivanti Asset Management, System Center Operations Manager, Active Directory, ERP-Systemen (SAP), HR-Systemen, Monitoring-Plattformen und custom .NET-Diensten — mit klaren Datenherkunfts-Nachweisen und versionierten Sync-Mechanismen.
ITIL-Prozess-Design. Incident, Service Request, Change, Problem, Release, Knowledge Management, Service-Level-Management und Configuration & Service Asset Management. Wir kennen die Methodik gut genug, um nur die Teile mitzunehmen, die in Ihrer Grössenordnung Mehrwert stiften — und den Rest wegzulassen. In einem 30-Mitarbeitenden-KMU sieht ein sinnvoller Change-Prozess anders aus als in einer regulierten Bank-Umgebung.
Standard-Request-Engineering. Ein gut strukturierter Request-Katalog senkt die Bearbeitungszeit pro Ticket spürbar. Wir haben in unserer eigenen MSP-Praxis 14 vor-gebaute Request-Typen für wiederkehrende Operationen — etwa Backup-Verifikation, Microsoft-365-User-Provisioning, Firewall-Regel-Änderungen, Endpoint-Protection-Operationen, DRaaS-Tests, VMware-Wartungs-Tasks. Bei einer Schweizer Notenbank über 15 weitere Templates — von Software-Distribution über Change-Notification bis zu Server-EOL-Workflows.
ITSM-Tooling-Entwicklung. Wo das Stock-iTop-UI nicht reicht, bauen wir die fehlenden Werkzeuge selbst — siehe nächste Sektion.
Eigene iTop-Werkzeuge im produktiven Einsatz
Über drei Jahre haben wir eine Solvia-interne Werkzeug-Familie rund um iTop entwickelt, die in unserer eigenen MSP-Praxis und bei Mandanten läuft:
Outlook-Add-in. Tickets direkt aus E-Mails erstellen, ohne Tool-Wechsel. Auto-Matching von Absender-Adresse zu iTop-Kontakt, Inline-Image-Handling, Geräte-übergreifende Anmeldung. Produktiv im Solvia-Helpdesk.
iTop-Mobile-PWA. Field-Techs erreichen ihre Tickets vom Phone. Sichere Anmeldung pro Benutzer, mobil-optimiertes UI, zuverlässig auch auf instabilen Netzen. Installierbar wie eine native App.
Web-Dashboard. Bulk-Operationen und Reporting jenseits der iTop-Standard-Oberfläche: Bulk-Resolve, Bulk-Close, erweiterte Filter, Dashboard-Karten mit aktueller Ticket-Verteilung.
Recurring-Request-Engine. Wiederkehrende Tickets als Konfiguration verwalten — monatliche Backup-Verifikation, regelmässige Firewall-Audits, geplante M365-Health-Checks. Template-System mit Platzhaltern für 14+ vor-gebaute Request-Typen.
Eigene Klient-Bibliothek. Wiederverwendbare Komponente als iTop-API-Klient für künftige Erweiterungen — verfügbar für Windows, Android, iOS und macOS.
Diese Werkzeuge sind nicht primär Produkt-Verkauf-Pitch, sondern Beweismittel: Wir kennen die iTop-REST-API tief genug, um produktive Erweiterungen zu bauen — und können dasselbe auch in Ihrer Umgebung tun.
So gehen wir vor
Jedes Engagement beginnt mit einem Service-Modell-Audit: Welche Services bietet Ihre IT formal an? Welche werden tatsächlich erbracht? Wer pflegt Asset-Daten, mit welcher Disziplin? Welche Tools sind aktuell im Einsatz, was funktioniert, was nicht? Aus dem Audit entsteht eine Standortbestimmung mit klaren Empfehlungen zur ITSM-Plattform-Wahl und einem Vorschlag für die nächste Phase.
Die Konzept-Phase definiert das Soll-Service-Modell: Service-Hierarchie, CMDB-Klassen, ITIL-Prozesse mit Rollen und Eskalations-Pfaden, Standard-Request-Katalog. Wir liefern das Konzept als knappes Dokument (10–25 Seiten, je nach Komplexität), nicht als 200-seitige Tooling-Spec.
In der Implementierungs-Phase richten wir iTop oder iET ein, modellieren das CMDB-Schema, konfigurieren die Workflows, schliessen Quell-Systeme für die CMDB-Federation an, engineern die Standard-Requests und schulen das Anwender-Team. Eine erste Bewährungs-Probe mit produktiven Tickets erfolgt vor Übergang in den Regelbetrieb.
Im Regelbetrieb kann Solvia die ITSM-Plattform weiter betreuen (Patch-Management, Konfigurations-Pflege, neue Requests, CMDB-Quellen-Erweiterungen) oder das Mandat an Ihr internes Team übergeben — mit dokumentierter Mandanten-Akte und sauberer Übergabe.
Multi-Source-CMDB-Federation — eine Referenz
Bei einer Schweizer Notenbank haben wir über mehrere Jahre die iET-CMDB mit Daten aus sieben Quell-Systemen gespeist:
- LANDesk Asset Management — Hardware-Inventory, Asset-Lifecycle und Paket-Deployment-Metadaten über mehrere LANDesk-Hauptversionen hinweg.
- System Center Operations Manager (SCOM) — Infrastruktur-Monitoring-Daten, Service-Health und Performance-Metriken aus dem zentralen Monitoring.
- Active Directory — Server-Stammdaten (Hostname, Status, Produktions-Level, Standort) und Gruppen-Mitgliedschaft per regelmässigem Abgleich.
- Transaktionale SQL-Daten — Change-Tickets aller Klassen (Major, Minor, Routine, Standard, Emergency) mit Change-Owner und Benachrichtigungs-Adressen.
- SAP ERP — Stammdaten (Equipment, Hersteller, Produkte, Kostenstellen) als bidirektionaler Abgleich mit dem führenden System.
- HR-/Payroll-System — Mitarbeitenden-Hierarchie und Kostenstellen-Zuordnung als Quelle für Asset-Ownership.
- Eigene Microservices — Server-Konfigurations-State, Service-Status, Zertifikats-Management und Cluster-Daten aus den operativen Diensten.
Aus dieser Erfahrung kennen wir die typischen Reconciliation-Fallen (Identity-Resolver-Konflikte, Stammdaten-Drift, zeitliche Sync-Lücken), die Master-Data-Hierarchien (welches System ist die Wahrheit für welches Attribut), und die Compliance-Anforderungen an Datenherkunfts-Nachweise. Diese Tiefe wenden wir bewusst auch in kleineren KMU-Mandaten an — angepasst auf die Grössenordnung, ohne die Methodik zu verlieren.
Was bei uns charakteristisch ist
Doppel-Kompetenz auf beiden produktiv relevanten Schweizer ITSM-Plattformen. Combodo iTop (Open-Source, KMU-zentriert) und Wendia iET ITSM (Enterprise, regulierte Branchen) sind im Schweizer Markt die zwei häufigsten Nicht-Ticket-Tools im Einsatz. Solvia bringt zu beiden produktive Praxis-Erfahrung mit — eine Kombination, die ausserhalb der Combodo- und Wendia-eigenen Beratungs-Channels selten zu finden ist.
14 Jahre eigene Solvia-Praxis auf iTop. Wir nutzen iTop nicht nur als Beratungs-Objekt, sondern täglich für unsere eigene MSP-Operation mit über 250 Kunden. Wir kennen die Stolperfallen aus erster Hand — Update-Pfade, Custom-Module-Pflege, Identity-Integration, Performance-Tuning auf grösseren CMDB-Volumen.
Eigene Werkzeuge wo das Standard-Tool nicht reicht. Statt nur den Stock-iTop-Funktionsumfang zu verkaufen, bauen wir die fehlenden Komponenten selbst (siehe Werkzeug-Sektion oben). Diese Engineering-Tiefe übertragen wir auch auf Kunden-Mandate — wir sind nicht abhängig von dem, was Combodo oder Wendia out-of-the-box anbietet.
ITIL mit Augenmass. In einem 30-Mitarbeitenden-KMU wäre ein vollständiger ITIL-Apparat überdimensioniert. Wir kennen die Methodik genau genug, um nur die Teile mitzunehmen, die im konkreten Umfeld Mehrwert stiften — und den Rest wegzulassen, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.
Schweizer Standort, eigenes Team. Alle ITSM-Engineering-Arbeit findet in der Schweiz statt — keine Offshore-iTop-Berater, keine ausländischen Sub-Lieferanten für sensible CMDB-Daten.
Typische Mandate
Greenfield-iTop-Aufbau für ein KMU
Ein Schweizer KMU mit 30–100 Mitarbeitenden hat bisher ein E-Mail-basiertes Helpdesk und eine Excel-Asset-Liste. Solvia richtet iTop ein, modelliert das Service-Modell pragmatisch auf die KMU-Realität, schult das Helpdesk-Team und überführt die bestehenden Daten. Dauer typischerweise sechs bis zwölf Wochen, gefolgt von einer kurzen Stabilisierungs-Phase.
Migration von Jira Service Desk oder Zendesk zu iTop
Eine Organisation hat ein bestehendes Helpdesk-Tool, das aus Kosten-Gründen, Lizenz-Politik oder funktionalen Lücken nicht mehr passt. Solvia analysiert die bestehenden Workflows, mappt Ticket-Klassen und Status-Modelle auf iTop, migriert historische Daten (so weit sinnvoll) und richtet die Workflows neu ein. Häufig kommt diese Konstellation bei Mandanten vor, die das Cloud-Pricing-Modell ihrer aktuellen Plattform nicht mehr tragen wollen.
CMDB-Strukturierung bei einem mittelständischen Schweizer Unternehmen
Ein Unternehmen mit 200–1’000 Mitarbeitenden hat eine fragmentierte Asset-Landschaft — Spreadsheets, ein altes Asset-Tool, manuelle Inventar-Listen. Solvia entwirft das CMDB-Schema, identifiziert die Quell-Systeme für eine sinnvolle Federation, baut die Sync-Mechanismen und etabliert die Pflege-Disziplin. Häufig kombiniert mit Einführung oder Re-Engineering eines ITSM-Tools.
Custom-Werkzeug-Integration für eine bestehende iTop-Installation
Ein iTop-Anwender hat eine spezifische Lücke im Stock-UI — zum Beispiel kein vernünftiges Bulk-Resolve, kein Mobile-Zugriff für Field-Techs, kein E-Mail-natives Ticket-Erstellen. Solvia baut die fehlende Komponente entweder auf Basis der eigenen Werkzeug-Familie oder als Mandanten-spezifische Erweiterung.
Audit + Re-Engineering eines bestehenden ITSM-Setups
Ein bestehender ITSM-Setup funktioniert technisch, aber niemand pflegt das Service-Modell, die CMDB drift’t, die Workflows wurden über Jahre angesammelt ohne grosse Überarbeitung. Solvia führt einen strukturierten Audit durch, identifiziert die grössten Hebel und liefert ein priorisiertes Re-Engineering-Konzept. Das Engagement ist abgegrenzt und führt nicht automatisch zu einem Folge-Vertrag.
Standard-Request-Katalog-Engineering
Ein bestehender ITSM-Anwender will den Bearbeitungs-Aufwand für wiederkehrende Operations-Themen senken. Solvia analysiert die häufigsten Ticket-Typen, designt einen Standard-Request-Katalog mit Templates, Approval-Pfaden und Service-Code-Logik, und implementiert die Templates produktiv. Routine-Tickets werden danach spürbar schneller bearbeitet — in eigenen Mandaten haben wir je nach Ticket-Typ deutliche Reduktionen gemessen.
Häufige Fragen
iTop oder iET — welche Plattform ist die richtige?
iTop (Combodo, Open-Source) ist die natürliche Wahl für KMU bis ca. 500 Mitarbeitende und für Organisationen, die keine Vendor-Lizenz-Verpflichtung wollen. iET ITSM (Wendia) ist im Enterprise-Segment vertreten — typisch bei Banken, Versicherungen, Behörden mit hohen Compliance-Anforderungen und etablierter Lizenz-Beziehung. Solvia berät zu beiden Optionen technologie-neutral; die Entscheidung hängt von Ihrem Tooling-Erbe, Ihrer Compliance-Realität und Ihrer Wachstums-Perspektive ab.
Wir haben gar kein ITSM-Tool — wo starten wir?
Mit einem Service-Modell-Audit. Bevor man ein Tool wählt, muss man wissen, welche Services man formal anbietet, welche Workflows die Ticket-Klassen bestimmen, und welche Asset-Daten in einer CMDB überhaupt sinnvoll gepflegt werden sollen. Aus dem Audit entsteht die Tooling-Empfehlung — nicht umgekehrt.
Wie lange dauert eine iTop-Einführung typisch?
Sechs bis zwölf Wochen bis zum produktiven Helpdesk-Betrieb, weitere drei bis sechs Monate bis zu einer gepflegten CMDB mit drei bis fünf Quell-System-Federations. Re-Engineering-Mandate können kürzer sein (zwei bis vier Wochen Konzept-Phase + drei bis sechs Wochen Umsetzung).
Können wir nur Beratung beauftragen, ohne dass Solvia das Tool betreibt?
Ja. Wir bieten ITSM-Beratung als eigenständigen Service — Audit, Konzept, Implementierungs-Begleitung, Schulung — ohne Verpflichtung zum Betrieb. Falls Sie den Betrieb anschliessend an uns übergeben, ist das eine separate Vereinbarung.
Was kostet eine ITSM-Implementierung?
Je nach Grösse zwischen einigen Zehntausend und einigen Hunderttausend Franken — abhängig von Anzahl der Anwender, Komplexität des Service-Modells, Anzahl der CMDB-Quell-Systeme und gewünschter Custom-Tooling-Tiefe. Eine erste Indikation entsteht im Audit-Gespräch.
Verwandte Services
- IT-Betreuung — die Klammer-Seite, wenn ITSM Teil eines breiteren IT-Outsourcings sein soll.
- Managed IT — Server-, Netzwerk- und Infrastruktur-Betreuung, die natürliche Daten-Quelle für CMDB-Federation.
- Endpoint Management & Application Provisioning — Asset-Daten und Software-Inventory aus LANDesk, Intune, SCOM als wichtige CMDB-Quellen.
- Cybersecurity — ein gut gepflegtes Service-Modell und eine vollständige CMDB sind Voraussetzung für jede ehrliche Risiko-Bewertung.
- Software-Entwicklung — wenn das Standard-Tool nicht reicht, bauen wir die Erweiterung.
- Referenzen Enterprise — die Notenbank-Mandat-Geschichte, aus der unsere CMDB-Federation-Tiefe stammt.
Erzählen Sie uns unverbindlich von Ihrer Ausgangslage.
In einem ersten Gespräch klären wir gemeinsam, ob Solvia der richtige Partner für Ihr Vorhaben ist. Wir melden uns innert eines Werktags bei Ihnen.