Standardnutzer bleibt Standardnutzer.
Kein UAC, keine Admin-Rechte, keine PIM-Just-in-Time-Erhöhung. Der Klick auf „Installieren" passiert in der UI — alles andere im Service-Kontext. Die Privilegien-Grenze bleibt sauber.
Self-Service-Katalog für Windows. Standardnutzer installieren freigegebene Software selbst — ein Windows-Service erledigt das mit Systemrechten. Ohne IT-Ticket. Ohne Risiko.
In den meisten Schweizer Unternehmen sind die Endgeräte sauber gehärtet: Mitarbeitende arbeiten als Standardnutzer, lokale Administrationsrechte gibt es nicht. Das ist richtig — und genau deshalb landen alle Installations-Wünsche im Helpdesk.
Pro Ticket gehen schnell 30 Minuten Admin-Zeit verloren: Anruf, RDP, Installation, Quittung. Multipliziert mit drei Anfragen pro Woche und hundert Endpoints summiert sich das zu einer eigenen Vollzeitstelle.
Die übliche Gegenmassnahme — Mitarbeitenden „kurz mal" lokale Admin-Rechte geben — verletzt das Least-Privilege-Prinzip, untergräbt ISO 27001 und passt nicht zu NIS2 und revDSG.
Sie brauchen einen dritten Weg.
Kein UAC, keine Admin-Rechte, keine PIM-Just-in-Time-Erhöhung. Der Klick auf „Installieren" passiert in der UI — alles andere im Service-Kontext. Die Privilegien-Grenze bleibt sauber.
Triviale Standardinstallationen — Browser, Mediaplayer, PDF-Reader, Conferencing-Tools — wandern aus dem Ticket-System in den Self-Service-Katalog. Der Helpdesk gewinnt Zeit für die echten Probleme.
winget-Live-Detection statt Schnappschüsse. Jede Karte zeigt Installiert / Update verfügbar / Nicht installiert mit Quell-Pille — ausgelesen über die winget-COM-API plus Registry- und Skript-Sonden.
Server, Katalog, Skripte und Telemetrie laufen auf Ihrer Infrastruktur. Sie behalten die Datenhoheit; keine sensiblen Inventur-Daten verlassen die Schweiz.
Wer „Software ohne Admin-Rechte installieren" googelt, findet schnell drei populäre Workarounds. Alle funktionieren — für eine einzelne Person, an einem einzelnen Tag. Skaliert auf ein Unternehmen kippen sie in IT-Probleme.
| Workaround | Funktioniert für … | Bricht im Unternehmen, weil … |
|---|---|---|
| Portable Apps | Einzel-Tools wie Notepad++ vom USB | Keine Versionskontrolle, kein Update-Pfad, keine Auditierbarkeit; viele Tools brauchen trotzdem Registry- oder Treiber-Schritte. |
| Progressive Web Apps | Browser-basierte Tools | Deckt nur SaaS ab; alles, was lokal rechnen muss (CAD, RIS, Buchhaltung), bleibt aussen vor. |
| Installation in %APPDATA% | Erfahrene Endnutzer | Funktioniert für Apps ohne System-Hooks; scheitert an Treibern, MSI, Schriftarten, Diensten — und ist nicht zentral verwaltbar. |
Der Solvia Software Kiosk ist der strukturelle Ersatz für diese Workarounds: ein freigegebener Katalog, ein zentraler Verteilpfad, vollständige Inventur und ein klares Compliance-Modell.
User-Prozess übergibt die Aktion via Named Pipes an einen Windows-Service mit System-Account. Kein offener RPC-Endpunkt, keine Netzwerk-Exposition, ACL-geschützt.
Nur Skripte aus der signierten BaseUrl werden ausgeführt. HTTPS ist Pflicht, Pfad-Traversal und URL-Credentials werden abgewiesen, jede Ausführung wird mit Nutzer, Maschine, Paket-ID und Exit-Code geloggt.
Status, Version und Quelle eines Pakets kommen direkt aus der Microsoft.Management.Deployment-COM-API — kein Shell-Out, kein Cache, keine Schnappschüsse.
Sobald die Katalog-Version von der installierten abweicht, kippt der Knopf zu „Update". Der Service führt winget upgrade aus — der Nutzer braucht weiterhin keine Rechte.
Cross-Session-Check, ob das Zielprogramm gerade läuft. Der Service fragt das Nutzer-UI: „Medavis RIS läuft. Soll ich es schliessen?" Erst nach Zustimmung beginnt das Update.
Pro Mandant ein Katalog, pro RMM ein Bootstrap. Atera, NinjaOne, N-able, Datto vorbereitet — Roll-out auf 100+ Endpoints in einer Aufgabe.
Der Markt ist polarisiert: oben Enterprise-Suiten mit jahrelanger Einführung, unten Cloud-SaaS, der „den User selbst eskalieren" lässt. Der Kiosk ist die mittlere Option — schnell deploybar, mandantenfähig, ohne Compliance-Kompromisse.
| Kriterium | Solvia Software Kiosk | BeyondTrust EPM | Admin By Request | Microsoft Intune Win32-Apps |
|---|---|---|---|---|
| Standardnutzer bleibt ohne Admin-Rechte | ✓ (Service vermittelt) | ✓ (Policy-basiert) | ✗ (Nutzer eskaliert selbst) | ✓ (Intune-Push) |
| Self-hosted möglich | ✓ | ✓ (mit Aufwand) | ✗ (Cloud-only) | ✗ (M365-Cloud) |
| winget-Live-Inventarisierung über COM | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Update-Erkennung pro Endpoint | ✓ | ✓ | teilweise | nur Intune-Apps |
| Multi-Tenant für MSPs | ✓ (per Customer) | (Enterprise-Tool) | (begrenzt) | (per Tenant) |
| Cross-Session-Prompt vor Update | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Onboarding-Dauer | Tage | Monate | Wochen | Wochen |
| Lizenz-Einstieg (Tendenz) | Mittel | Hoch | Mittel | im M365-Stack enthalten |
Wenn Sie BeyondTrust- oder CyberArk-Lizenzen schon im Haus haben, lösen die Ihr Problem auch — mit entsprechender Investition. Wenn nicht, brauchen Sie einen mittelschweren Hammer für ein mittelschweres Problem.
Architektur-Prinzipien, die wir bei jedem Roll-out durchsetzen.
Eine vollständige Architektur-Beschreibung liefern wir auf Anfrage als technisches Dossier — inklusive Threat-Model und Pen-Test-Befunden.
Service läuft als LocalSystem, UI im Nutzerkontext. Kein Code wechselt diese Grenze ohne explizite, geloggte Anfrage über die Pipe.
Jede Skript-URL wird gegen die konfigurierte BaseUrl geprüft, HTTPS ist erzwungen, Pfad-Traversal und Credentials in URLs werden abgelehnt.
Concurrent-Requests werden mit Busy zurückgewiesen. Keine Race-Conditions auf dem Endpoint.
Die Pipe akzeptiert nur authentifizierte lokale Nutzer. Keine Netzwerk-Exposition.
Service- und UI-Logs in C:\ProgramData\SolviaKiosk\logs\ mit Tagesrotation, 90 Tage Retention. Jede Installation wird mit Nutzer, Maschine, Paket, Exit-Code und Dauer protokolliert.
Jede Binary wird mit v1.0.YYYYMMDD.HHMM gestempelt, jeder Service-Start schreibt einen Banner mit Maschine, OS, Runtime und Kunden-Konfig in das Log.
Heartbeats enthalten Maschine, Kunde, Version und Zeitpunkt — nichts aus Skripten, Katalogen oder Nutzer-Dateien.
Wir zeigen das Kiosk in einem echten Tenant — den Katalog, eine konkrete Installation, das winget-Inventar und das Fleet-Dashboard. Keine Folien, kein Sales-Layer.